Neue Wege - BUDO-Club Minden

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Neue Wege

Presseberichte
Bei Selbstverteidigung steht die Situation im Vordergrund
Reaktionsschulung: Prince Sansar (Mitte) muss bei Aufruf die richtige Pratze schlagen.
Verein hat Angebot erweitert
Das Dojang Seelze ist ein Ableger des Budo-Clubs Minden und trainiert in der Halle der Lebenshilfe. Stand zunächst die koreanische Kampfkunst Taekwondo mit ihren typischen Hand- und vor allem Fußtechniken im Mittelpunkt, so kam schnell Selbstverteidigung für Frauen hinzu. Mittlerweile hat der Verein mit FIST den Selbstverteidigungsbereich weiter ausgebaut und um etliche Techniken erweitert. Jeweils dienstags und donnerstags steht von 17 bis 18.30 Uhr Taekwondo und von 18.30 bis 20 Uhr FIST auf dem Programm. Auf zwei Donnerstage, 18. und 25. Februar, jeweils von 18.30 bis 20 Uhr, ist der neue Selbstverteidigungskurs für Frauen terminiert, der auf 20 Teilnehmerinnen ab 14 Jahre begrenzt ist. Anmeldungen nimmt Michael Schumann unter Telefon (0172) 5415861 entgegen.
Artikel veröffentlicht: Mittwoch, 27.01.2016 19:10 Uhr (HAZ)
Dojang Seelze hat neue Gruppe gegründet und unterrichtet FIST.
von Thomas Tschörner

SEELZE. In Sachen Selbstverteidigung  geht das Dojang Seele (siehe Kasten) neue Wege. Es geht nicht in erster Linie  um das perfekte Beherrschen einer Technik, sondern um das Meistern einer  Alltagssituation. „Hier liegt auch der wesentliche Unterschied zu  traditionellen Kampfkünsten“, sagt Trainer Michael Schumann (5. Dan  Taekwondo, 8. Grad FIST). Das System FIST (Freies Individuelles  Selbstverteidigungs-Training), das von Karatemeister Jörg Knust (6. Dan)  entwickelt wurde, haben die Seelzer erst vor Kurzem in ihren Verein  aufgenommen. Die Idee dazu sei bei den Frauenselbstverteidigungskursen  entstanden.

In  Rollenspielen müssen die Teilnehmer eine enge Gasse passieren. Dabei sind sie  der Gefahr ausgesetzt, angegriffen zu werden. Ein Mitglied der Gruppe  übernimmt den Part des Aggressors. Nicht immer muss wirklich gekämpft werden:  Wenn der Aggressor nur verbal aktiv ist, kann sich der Verteidiger auch  einfach an ihm vorbeischieben. „Die Verhältnismäßigkeit muss gewahrt  bleiben“, sagt Schumann. Auf jeden Fall wird so Stress aufgebaut, der  Verteidiger muss spontan reagieren. Dies gilt auch beim Gang durch eine  versetzt aufgestellte Gruppe, deren Teilnehmer nacheinander mit  unterschiedlichen Techniken wie Greifen, Schlagen oder Klammern angreifen.  Viele Aktionen enden am Boden.

Die  Gruppe setzt sich gemischt zusammen. Erfahrene Teilnehmer aus den Bereichen  Taekwondo und Judo sind ebenso dabei wie Frauen, die nach dem  Selbstverteidigungskurs weiterüben wollten. Und es gibt auch Neueinsteiger,  die gleich mit FIST angefangen haben.

„Techniken sind  durchaus notwendig“, betont Schumann. Es käme aber auf eine realitätsnahe  Anwendung an. „Da kann das Training dann auch schon mal im Auto, in einem  dunklen Gebäude, im Park oder auf Waldwegen stattfinden.
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